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Pressearchiv
13.02.2008
Senioren-Union im Druckhaus Rieck
Neues Kreisblatt stößt auf Zuspruch
Eine interessierte Gruppe von Mitgliedern der Delmenhorster Senioren-Union ließ sich gestern bei einer Besichtigung des Druckhauses RIECK in die Geheimnisse des Zeitungsdrucks einweihen.
von Christian Hupka
Delmenhorst. „Der große technische Aufwand, der für den Druck einer Zeitung von so wenig Menschen betrieben wird, der beindruckt mich am meisten.“ Mit diesen Worten brachte gestern Dietrich Schumacher von der Delmenhorster Senioren-Union seine Eindrücke bei einer Besichtigung des Druckhauses RIECK auf den Punkt. Und mit seiner Begeisterung war er nicht alleine, denn das Gros der anderen Besucher bezeichnete den Ausflug in das Druckhaus, in dem das Delmenhorster Kreisblatt gedruckt wird, ebenfalls als durchaus gelungen.
Immer wieder organisiert Käthe Stüwe, die Vorsitzende der Senioren-Union, Besichtigungen, Ausflugsfahrten und Vorträge für die Mitglieder ihres Verbandes, doch die so große Nachfrage von 36 Teilnehmern für den Termin im Druckhaus erstaunte auch sie: „Das Ganze ließ sich schon fast nicht mehr organisieren, aber es freut mich auf der anderen Seite natürlich auch, dass sich so viele Menschen für dieses Thema interessieren.“
Begrüßt wurden die Gäste durch DK-Chefredakteur Ralf Freitag, der es sich nicht nehmen ließ, die Gruppe persönlich durch das weiträumige Gebäude an der Sulinger Straße zu führen und auch zusammen mit dem Leiter der Druckvorstufe Kurt Wieland die vielen neugierigen Fragen zu beantworten.
Vor allem die großen Druckmaschinen, die Rotationsbänder mit den fast endlosen Zeitungsschlangen und die mit neuester Technik ausgestatteten Belichtungsmaschinen sorgten für größtes Interesse bei den Besuchern.
In der Druckvorstufe erklärte Wieland, dass es bis auf die fertigen Druckplatten, nichts mehr anzufassen gebe, und dass der Beruf des Setzers vor einigen Jahren mit der Einführung der digitalen Maschinen überflüssig geworden sei. „Die Dokumente kommen bei uns auf dem Computer an und können hinterher auch nicht mehr von uns bearbeitet werden.“ Für das Korrigieren möglicher Fehler seien jetzt andere verantwortlich.
Weiter erklärte Wieland den erstaunten Zuhörern, dass es nicht endlos viele Druckfarben gebe, sondern dass jede spätere gedruckte Farbe aus den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammengemischt werde.
Die Frage, ob das Delmenhorster Kreisblatt das einzige Produkt sei, das bei RIECK gedruckt werde, konnte Wieland nur verneinen. „Rund 80 Prozent der von uns erstellten Druckprodukte sind Fremdaufträge.“ Darunter zählten neben Werbebeilagen unterschiedlichster Kunden auch die Produkte von direkten Mitbewerbern.
Neben der eigentlichen Besichtigung nutzen die Besucher die Gelegenheit, um mit Chefredakteur Freitag auch über das neue Erscheinungsbild und die jüngste Splittung der Zeitung, in eine Delmenhorst- und in eine separate Ganderkesee-Ausgabe, zu diskutieren. Einige Gäste merkten an, sie hätten mit Wohlwollen festgestellt, dass die Delmenhorster Berichterstattung deutlich umfangreicher geworden sei, und so das in ihren Augen vorher bestehende Missverhältnis zu den vielen Ganderkeseer Seiten beseitigt worden sei.
Doch neben dem Lob gab es auch ein wenig Kritik. Eine Besucherin merkte an, dass im Kreisblatt ihrer Ansicht nach der „Kneipenszene“ zu viel Beachtung geschenkt werde und sie sich dafür wünsche, dass über mehr kirchliche Themen berichtet werde. Hier jedoch wies Freitag auf die sonnabendliche Kirchenseite hin, und versprach, diese zukünftig noch weiter auszubauen. Ebenfalls gelang es dem Chefredakteur einzelne Bedenken auszuräumen, dass das Kreisblatt politisch einseitig berichte: „Auch wenn es bei meinen Mitarbeitern natürlich auch Neigungen in die eine oder andere politische Richtung gibt, achtet jedoch jeder darauf, jedes Thema objektiv aufzuarbeiten.“ Überparteilichkeit bedeute auch, es nicht immer allen recht zu machen, sondern einmal in die eine und einmal in die andere Richtung zu bohren, erklärte Freitag weiter.
Ein Wiedersehen zwischen ihm und den Mitgliedern der Senioren-Union wird es am Montag, 25. Februar, geben, wenn ihnen dann Chefredakteur Freitag Einblicke in den Alltag der Zeitungsredaktion geben wird.
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